Auf vielfältige und ganzheitliche Weise schenkt uns die Traumdeutung Seelenschätze. Sie erweitert unser Bewusstsein durch psychologische und spirituelle Impulse.
Traumdeutung und Traumsymbole schenken jedem Suchenden einen echten Schatz und Segen. Klingt übertrieben? Nach intensivem beruflichen und privaten traumdeuten seit 1989 stehe ich als professioneller Traumdeuter gerne zu dieser Behauptung; aus Überzeugung und Erfahrung. Von wegen Träume sind Schäume, nichts könnte falscher sein. Ich kenne viele spirituell-esoterische und psychologische Hilfen recht gut, doch die Traumdeutung steht für mich ganz oben auf dem Treppchen.
Die meisten Menschen ignorieren diesen Schatz. Entweder sie halten Traumsymbole für bedeutungslosen Unsinn oder sie erinnern sich nicht an ihre Träume. Viele zeigen zwar Interesse, begnügen sich aber mit dem Nachschauen in einem Traumlexikon, online oder als Buch. Doch in so einem Traumlexikon für Traumsymbole werden Sie garantiert keine inneren Schätze finden. Die meisten Menschen gehören eine der genannten Gruppen an und daher bleibt Traumdeuten eine weitgehend unterschätzte, ungenutzte Hilfe.
Falls Sie Träumen gegenüber offener als die meisten sind: Sie finden noch mehr Lesenswertes auf www.traumdeutung-lebensberatung.de, meiner Website nur über Traumdeutung und die Seelenarbeit als professioneller Traumdeuter.
Warum Traumsymbole und Träume deuten?
Viele gute Gründe sprechen für ernsthaftes Träume deuten. Ihre Traumsymbole und nächtlichen Abenteuer lohnen eine Beschäftigung mehr als viele ahnen:
Jeder Mensch verfügt über diese unerschöpfliche Quelle für Selbsterkenntnis, jede Nacht, lebenslang, kostenlos. Und Selbsterkenntnis wird ebenso unterschätzt wie die Traumdeutung selbst. Bewusstsein durch Selbsterkenntnis schenkt den zentralen Schlüssel für Probleme und Krankheiten aller Art.
Im Hinblick auf Krankheiten und die immer auch vorhandene seelische Ursache hilft traumdeuten bei ganzheitlicher Heilung, Stichwort Körper, Geist und Seele. Diese Dreier-Einheit ist bekannt, doch ganzheitliche Heilung braucht mehr als ein verstandenes Kopfnicken. Sie muss das allgegenwärtige Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele konsequent umsetzen.
Traumdeutungen bringen Sie in Kontakt mit beiden Aspekten Ihrer Seele: Ihrer Psyche und Ihrem höheren, unsterblichen Seelenwesen. Darin liegt m.E. ein wesentlicher Sinn des gesamten Lebens.
Mit der Deutung Ihrer Traumsymbole beschäftigen Sie sich ganz lebensnah mit all Ihren Themen und Herausforderungen. Denn jeder Traum thematisiert ein aktuelles Geschehen aus dem Leben und will konkret umgesetzt werden.
Die praktisch-nützliche Seite zeigt sich außerdem daran, dass ein Traum sich als Ratgeber und Entscheidungshilfe auszeichnen kann.
Träume schenken als kreative Quelle Ideen und Inspirationen. Nicht wenige Künstler und Wissenschaftler verdanken Träumen ihre Ideen und Entdeckungen.
Luzide, prophetische bzw. präkognitive Träume, aber auch Reinkarnationsträume öffnen Ihr Bewusstsein für esoterisch-spirituelle Aspekte des Lebens. Esoterik besitzt zu Recht einen schlechten Ruf, doch die drei genannten „besonderen“ Träume sind ein Aspekt der Traumarbeit.
Der Zugang zu seiner Traumwelt steht jedem offen und eine schlechte Traumerinnerung lässt sich beheben. Jeder kann also die genannten Stärken der Traumdeutung nutzen. Die Tür zum Traumsymbole und Träume deuten steht auch insofern weit offen, als sich diese Art der Seelenarbeit z.B. über eine eigene Traumberatung oder ganzheitliche Lebensberatung direkt erfahren lässt.
Neben den üblichen Herausforderungen des Lebens, bei denen eine solche ganzheitliche Lebensberatung hilft, ist das Traumdeuten übrigens auch Teil einiger Psychotherapie-Verfahren, z.B. der Psychoanalyse.
Jedes seltsame Traumsymbol hat dennoch Sinn und Bedeutung.
Was soll eine solche völlig unrealistische Schnecke bedeuten!? Wegen der oft seltsamen und dem Verstand fremden Traumsymbole glauben viele Menschen zu Unrecht, Träume deuten sei Unsinn.
Anerkannte Psychotherapien wie z.B. die von Sigmund Freud und C.G. Jung begründete Psychoanalyse widerlegen das aber seit langem eindrucksvoll. Die Symbolsprache ist erlernbar und offenbart tiefgründige Wahrheiten über unser Inneres. Lassen Sie sich nicht abschrecken von der manchmal obskuren Symbolik.
Psychologie und Spiritualität
Traumdeutung ist wertvolle Seelenarbeit, die mit Psychologie und Spiritualität zwei Seelen-Fachgebiete miteinander fruchtbar verbindet. Dabei geht es um die Psyche und unser höheres Seelenwesen.
Die Traumdeutung verbindet Spiritualität bzw. Esoterik mit Psychologie. Damit passt sie gut zu einem großen Thema dieser Website: Ganzheitlichkeit. Psychologie, d.h., dass sich im Traum jede Nacht Ihre Psyche bei Ihnen z.B. mit unbewussten Gefühlen meldet. Es geht um innere Entwicklung, Selbsterkenntnis und Bewusstmachung. Sigmund Freud und C.G. Jung haben diese psychologische Arbeit mit dem Unbwussten vor gut 100 Jahren berühmt gemacht, z.B. Freuds Buch Die Traumdeutung. Die Traumarbeit ist noch heute ein wichtiger Teil der Psychoanalyse.
Neben Psychologie hat das Träume deuten mit Spiritualität insofern zu tun, als wir nachts nicht nur „normale“, symbolische Träume über unsere Gefühle, Wünsche und Ängste haben. Es gibt darüber hinaus z.B. luzide Träume, in denen wir uns des Träumens bewusst sind. Außerdem erleben wir manchmal prophetische bzw. präkognitive Träume, die in die Zukunft schauen oder umgekehrt solche, die zurück auf frühere Leben blicken. Last not least pflegen wir nachts (i.d.R. nicht erinnerte) Kontakte mit anderen Seelen, am wichtigsten aber mit der eigenen Seele.
In zweierlei Hinsicht flüstert nachts unsere Seele zu uns. Ich meine damit einerseits die Psyche, Gefühle, verborgene Wünsche usw., zum anderen aber auch die unsterbliche Seele, die wir alle sind. Wer sich z.B. fragt, wie er eine alte Seele erkennen kann, der meint dieses höhere, unsterbliche Seelenwesen: Nach dem Tod verlassen wir unseren Körper und gehen nach „drüben“. Egal, ob alte Seele oder junge, jeder hat bzw. ist eine solche. Wer sich mit Traumdeutung und Traumsymbole befasst, pflegt automatisch viel Kontakt mit seiner Seele, in beiderlei Hinsicht.
Gute Traumdeuter öffnen Zugänge, psychologische und spirituelle.
Traumdeutung öffnet uns für unsere Seele im doppelten Sinne. Sie öffnet eine Tür zu unserem höheren Seelenwesen, der Seele im spirituellen Sinne. Sie schafft aber auch einen Zugang zu den unbewussten Tiefen der Psyche, also der psychologischen Seele. Deren oft schwierige und angstbesetzte, im Bild anbei „heiße“ Themen bergen größtes Entwicklungspotential, brauchen aber inneren Mut.
Ein Licht auf das Wesen der Träume werfen übrigens auch die vielen Träume der Bibel, die warnen und in die Zukunft schauen.
Klicken Sie auf Beratungen, wenn Sie eine Traumdeutung/Traumberatung wünschen; persönlich, telefonisch oder online.
Der einfache Griff zum Traumlexikon online im riesigen Web oder auch als Buch verlockt natürlich. In der Praxis nützen Lexikons zum Deuten einzelner Traumsymbole oder gar des ganzen Traumes jedoch wenig bis gar nichts.
Viele, die einen interessanten Traum hatten, greifen als Erstes zu einem Traumlexikon, online oder als Buch. Es geht schnell, ist einfach, kostet nichts, verspricht das erhoffte Wissen und man muss sich niemanden mit seinen Seelenthemen anvertrauen. Obwohl so ein Lexikon speziell gedacht ist zum Traumsymbole deuten, hilft es in der Praxis fast nie. Egal, ob online oder Buch, zahlreiche Schwächen verhindern das:
Jedes Lexikon verstößt naturgemäß und unvermeidlich gegen den wichtigsten Grundsatz der Traumdeutung: Traumsymbole besitzen eine weitgehend individuelle Bedeutung, abhängig von Persönlichkeit, Kultur und Erlebnissen. So wird z.B. eine Biene für einen Imker etwas anderes bedeuten als für einen Bienengift-Allergiker.
Meist sind die Autoren eines Lexikons keine professionellen Traumdeuter. Das Thema zieht im Web viele Besucher auf sich und der Anbieter verdient mit einem Traumlexikon online über Werbung Geld. Ob online oder Buch, meist werden alle irgendwie auffindbaren Deutungen (andere Bücher und Online-Lexikons…) einfach zusammengeworfen. Manchmal stammen die Deutungen sogar aus ganz verschiedenen Kulturen und Epochen.
Manche Traumlexikons werben zwar mit 1000 oder mehr Symbolen, beschreiben aber jedes nur mit wenigen Sätzen. Bei solchen Schmalspur-Varianten dürfte nur höchst selten die für den Leser passende individuelle Deutung dabei sein.
Im Idealfall würde ein Lexikon zu jedem Traumsymbol viele zutreffende, verbreitete Bedeutungen auflisten. Unterstellen wir den weiterhin günstigen Fall, die individuelle Bedeutung des Symbols für einen bestimmten Lesers ist mit dabei. Doch erkennt der Leser die für „sein“ Traumsymbol zutreffende Deutung unter den vorhandenen Optionen? Das ist sehr unwahrscheinlich, stattdessen reimt man sich etwas vernünftig Klingendes zusammen.
Selbst wenn er oder sie tatsächlich die persönlich zutreffende Bedeutung erkennt: Damit ist der ganze Traum noch lange nicht gedeutet. Träume erzählen kürzere oder längere Geschichten, mit einer Handlung und nicht nur einem Traumsymbol, sondern mehreren.
Selbst wenn ein Traumlexikon ganze Träume deuten könnte, wäre das als „passive Fremddeutung“ keineswegs optimal. Sie würden die Deutung nicht oder nur oberflächlich annehmen. Diese Art der Traumdeutung erschafft noch kein echtes Bewusstsein, um das es der Seele letztlich immer geht. Dazu nachfolgend mehr.
Auf meiner Website für Traumdeutung finden Sie ein untypisches Traumlexikon. Anders als ein übliches Lexikon beschreibt es nur wenige der häufigsten Traumsymbole, diese aber ausführlich und aus vielen Jahren meiner praktischen Erfahrung. Einige der oben genannten Grenzen gelten natürlich auch für dieses Traumlexikon. Es dient nur der Inspiration.
Kein Traumlexikon kann mehrere Traumsymbole im Verbund deuten.
Bett, Geige, Himmel und Regenbogen sind übliche Symbole, doch wie gehören sie in dieser Traumszene zusammen? Kein Online-Traumlexikon kann eine solche Szene entschlüsseln, ein professioneller Traumdeuter schon.
Ein Traumlexikon kennt nicht den persönlichen Bezug des Träumers zu den Symbolen. Spielt er z.B. selbst Geige oder hat Schlafprobleme? Es ignoriert außerdem den Zusammenhang der vier in der Komposition einer Szene, z.B. „Bett im Himmel“. Und wie passt die Einzel-Szene in den Kontext des ganzen Traumes? Das spielt ebenfalls eine Rolle.
Sinnvolles und erfolgreiches Traumdeuten funktioniert nur als Teamwork. Hierbei stehen sich idealerweise ein professioneller Traumdeuter und ein Klient gegenüber, der im Rahmen seiner Möglichkeiten mitwirkt.
Viele stellen sich gutes traumdeuten so vor: Jemand erzählt dem Traumdeuter seinen Traum und dann legt der los und sagt, was er bedeutet. Zack zack zack, dieses und jenes. Ende. Doch so einfach gelingt eine stimmige Deutung nicht. Und selbst wenn, diese Art der völlig „passiven Fremddeutung“ durch einen anderen ist keineswegs optimal für das Ziel aller Traumdeutungen: Bewusstsein und Selbsterkenntnis.
Gutes Träume deuten ist Teamwork
Theoretisch kann der Träumer selbst am allerbesten seine Träume deuten. Schließlich hat er sie selbst erschaffen, es sind seine eigenen Schöpfungen, wie kleine Kunstwerke.
Allerdings handeln Träume immer von irgendwie unbewussten Dingen, die der Betreffende aus irgendeinem Grund nicht sehen kann oder will. Genau deshalb klopfen diese Dinge über den Traum an die Tür des Bewusstseins. Von daher kann gerade der Ratsuchende selbst am wenigsten seine Träume deuten. Diese „Betriebsblindheit im eigenen Hause“ ist normal und liegt in der Natur der Sache.
Die optimale Lösung für dieses Dilemma lautet Teamwork. Bei gutem traumdeuten steht auf der einen Seite ein erfahrener, psychologisch geschulter und einfühlsam bis intuitiver Traumdeuter. Er leitet das Gespräch und macht Deutungsvorschläge, keine fertigen, absoluten Deutungen. Er stellt dem Ratsuchenden die richtigen Fragen.
Auf der anderen Seite steht der Träumer, der seinen persönlichen aktuellen Lebenshintergrund erzählen muss, Stichwort individuelle Bedeutung der Traumsymbole. Außerdem fragt ihn der Traumdeuter nach genaueren Details wichtiger Traumszenen, z.B. welche Gefühle jeweils vorherrschten. Last not least spielen die spontanen Einfälle und Assoziationen des Träumers zu seinen Traumsymbolen eine Rolle. Beide Seiten ergänzen sich beim Träume deuten wie Tanzpartner, wobei der Traumdeuter respektvoll „führt“.
Weise die individuelle Bedeutung achten
Mehrere Gründe sprechen für das oben erwähnte Teamwork. Den ersten kennen Sie bereits, nämlich den Individualitätsgrundsatz, also die individuelle Bedeutung der Traumsymbole. Jeder Mensch hat seine eigene Symbolik, entsprechend seiner Persönlichkeit und Geschichte (Kultur, Familie, Kindheit, Erlebnisse). Und jeder steckt gerade in einer ganz bestimmten, ebenfalls individuellen Lebenssituation, auf die sich Träume immer beziehen.
Selbst sehr erfahrene und talentierte Traumdeuter können und sollten daher keine Fertig-Deutungen nur nach Erzählen des Traumes anbieten. Ohne zusätzliche Infos über einen beratenden Dialog wird die Traumdeutung wahrscheinlich falsch sein. C.G. Jung, einer der größten Psychotherapeuten und Traumdeuter aller Zeiten sagte Folgendes: Ein weiser Deuter sollte möglichst unvoreingenommen und zurückhaltend zu Beginn des Gespräches immer davon ausgehen, dass er die Bedeutung nicht kennt.
Laien stellen es sich genau umgekehrt vor, aber in Wahrheit ist es so: Je mehr der Deutende sofort mit absoluten Interpretationen auftrumpft, z.B., um sich als vermeintlichen Experten zu profilieren, desto weniger ist er tatsächlich ein seriöser Experte für Traumdeutung.
Tiefes Bewusstsein durch Traumdeutung
Der zweite Grund für Traumdeutung im Teamwork liegt in der höheren Ausbeute an Bewusstsein. Selbst wenn eine sofortige Komplettdeutung durch einen Traumdeuter oder ein Traumlexikon ausnahmsweise stimmen sollte, so hat es einen Nachteil. Es bringt dem Ratsuchenden „nur“ passives Fremdwissen, vom anderen mitgeteilt. Solches Wissen bewegt sich nur im Kopf, ohne die für echtes Bewusstsein nötigen Wurzeln in Herz und Bauch geschlagen zu haben. Der Klient kann sich mit der mitgeteilten Deutung nicht identifizieren, lehnt sie bewusst oder unbewusst vielleicht sogar ab.
Wollen Sie von jemandem fachlichen Rat, wie Sie Software installieren oder den IKEA-Schrank zusammenschrauben, dann ist das wunderbar. Bei Ihren inneren Angelegenheiten, sprich Träumen, verhält es sich etwas anders. Wissen bringt den ersten Schritt, aber echtes Bewusstsein, sprich verwurzelte Verinnerlichung, braucht Zeit und gelebtes Leben, einen Prozess. Eine einzelne Traumdeutung kann das nicht ersetzen, aber je mehr der Träumer bereits beim traumdeuten mitbeteiligt ist, desto mehr bilden sich bereits erste, feine Wurzeln.
Letztlich geht es in der Traumarbeit immer um irgendeine Entwicklung, indem etwas Unbewusstes bewusst gemacht und integriert wird. Das sind oft tiefe, längere Prozesse. Es wäre sehr schade, wenn ein angeblicher Experte dieses Potential für organisch gewachsenes, tiefes Bewusstsein durch zu frühe, bloße Informierung behindert. Angenommen, ein hellseherisch arbeitender Traumdeuter erklärt sofort, Ihr Traum wolle familiären Missbrauch als kleines Kind aufdecken. Bumm. Würden Sie das wirklich annehmen können und so eine Entwicklung in Gang setzen?
Gemeinsam traumdeuten macht Freude
Der dritte, oft vergessene Grund für Teamwork: Das gemeinsame traumdeuten macht mehr Freude! Zugegeben, es erfordert mehr Mut, Vertrauen und innere Bereitschaft als alleine und anonym in einem Traumlexikon für Traumsymbole nachzuschlagen. Hat der Ratsuchende diese Klippe überwunden, macht es aber mehr Freude, sich gemeinsam auf Entdeckungsreise zu begeben. Es kann sehr befreiend sein und beschert eine Erfahrung hilfreicher Zuwendung.
Allerdings gilt das alles nur unter der Voraussetzung, dass sich der Traumdeuter professionell mit traumdeuten beschäftigt. Professionell, das heißt nicht nur, dass er darauf verzichtet, den Ratsuchenden mit vermutlich falschen Sofort-Komplett-Deutungen zu überrollen, was dessen Abwehrhaltung provoziert. Wichtig wäre außerdem die Erfahrung, mit welchen Traumdeutungsregeln Träume am besten angegangen werden. Doch es gehört noch mehr dazu.
Wer ist ein guter Traumdeuter?
Ein guter Traumdeuter kennt zunächst mal die erlernbaren Deutungsregeln, mit denen Träume entschlüsselt werden. Ein Beispiel. Personen im Traum können symbolisch für eigene, innere Anteile stehen oder reale Personen im Leben meinen. Eine Mutter im Traum kann also eigene mütterliche Fähigkeiten symbolisieren oder die reale Mutter. Das ist die Regel der Innenschau oder Außenschau.
Neben diesem erlernbaren Verstehen von Träumen muss sich ein Traumdeuter etwas einfühlen können. Das ist so ähnlich wie in der empathisch arbeitenden Gesprächstherapie. Zwar verzichtet die „richtige“, klassische Gesprächstherapie nach Rogers ganz bewusst auf Deutung jeder Art, Traumdeutung eingeschlossen. Allerdings hilft uns hier die bei Rogers wichtige Empathie dennoch. Warum? Weil jeder Klient seine eigene, individuelle Traumwelt und Symbole besitzt. In diese kann und sollte der Traumdeuter neben seinem Wissen und Erfahrung zusätzlich empathisch reinspüren.
Das Symboltalent des Traumdeuters spielt ebenfalls eine Rolle. Er oder sie muss einen gewissen Sinn für Symbole haben. Nicht anders als z.B. in der Astrologie oder beim Kartenlegen. Natürlich sehen astrologische und Tarot-Symbole anders aus und die Deutungstechniken unterscheiden sich. Astrologie, Tarot und Traumdeutung leben aber alle drei vom Deuten der Symbole.
Ja, das Deuten lässt sich lernen. Grundsätzlich kann jeder eine Ausbildung zur Traumdeutung machen und Traumdeuter werden. Allerdings ist es kein leicht erworbener Schatz. Und wie letztlich jede Fähigkeit braucht das Deuten halt ein wenig Talent, ähnlich wie z.B. astrologische Deutung. Astrologische Symbole finden sich übrigens im Traum wieder, d.h., bestimmte Traumsymbole entsprechen ihnen. Wenn Sie z.B. vom Kämpfen träumen, dann geht es um Ihren astrologischen Mars, denn in der Astrologie steht Mars u.a. für Kämpfen. Beides bereichert sich gegenseitig.
Der Traumdeuter leitet das Gespräch, doch gutes traumdeuten sollte wie ein Zahnräder ineinander greifendes Teamwork sein (links). Individuelle Symbolik sowie mehr Erfolg und Freude beim gemeinsamen Entdeckungsprozess legen dies nahe. Träume spiegeln immer Unbewusstes, Überraschendes wider, z.B. den inneren Mann der Frau, der sog. Animus (rechts). Ein guter Traumdeuter bezieht den Träumer und seine Assoziationen ins Gespräch ein. So regt er nachhaltige Bewusstwerdung bei diesem selbst an.
Vielleicht konnte ich Ihr Interesse für die Traumdeutung wecken, aber solange Sie sich nicht an Träume erinnern können, nutzt das alles nichts. Ohne Traumerinnerung können Sie keine Träume deuten und all die tollen Möglichkeiten für Bewusstsein, Entwicklung und Problemlösung bleiben reine Theorie. Die gute Nachricht lautet, dass jeder Mensch jede Nacht mehrfach träumt, es geht wirklich nur um das Erinnern. Die zweite gute Nachricht: Jeder kann seine Traumerinnerung verbessern.
Warum fehlt die Traumerinnerung?
Die Ursachen für eine schlechte Traumerinnerung liegen klar auf der Hand. Der Träumer selbst will sich aus verschiedenen Gründen bewusst oder unbewusst nicht an seine Träume erinnern.
Manche besitzen eine gute und andere eine sehr schlechte Traumerinnerung. Woran liegen diese großen Unterschiede? Fehlendes Interesse und fehlender Glaube an sinnvolle innere Botschaften bewirken, dass sich viele nicht an Träume erinnern können. Vor allem sehr rationale, kopfbetonte Menschen halten Traumdeutung häufig für blanken Unsinn. Noch nicht mal der einfache Weg über ein Traumlexikon verlockt sie. Eine oft wirre Traumwelt, obskure Traumsymbole und Geschehnisse, das alles erscheint dem Verstand unsinnig und ohne Bedeutung.
Doch ist Traumdeutung Quatsch, nur weil der Verstand nicht gleich etwas damit anfangen kann? Die Psychoanalyse als weltweit anerkannte Psychotherapie seit über 120 Jahren betrachtet das Träume deuten als „Königsweg zum Unbewussten“ (Sigmund Freud). Sie hat diese Frage also längst beantwortet. Selbst wenn Sie kein betont rationaler Mensch sind, kann es sein, dass Sie bewusst oder unbewusst nichts vom Traumdeuten halten. Folglich unterdrücken Sie selbst ihre Traumerinnerung unterschwellig.
Der zweite Grund für eine schlechte Traumerinnerung ähnelt dem ersten insofern, als er ebenfalls eine (unbewusste) Abwehr des Träumers selbst anzeigt. Das Motiv ist aber ein anderes: Angst. Viele wollen sich unbewusst gar nicht an ihre Träume erinnern, weil Ihr „Ich“ Angst vor den Botschaften hat. Das Ich, unser bewusstes Selbstbild, will sich nicht verändern und entwickeln, hat Angst zu „sterben“, sprich loszulassen. Das bewusste Ich ahnt nicht, dass der Tod der Raupe einem Schmetterling das Leben schenkt. Keine Entwicklung ohne Veränderung. Ein wichtiger Merksatz für angehende Traumdeuter.
Besser an Träume erinnern, so geht's
Sich nicht an Träume erinnern zu können lässt sich relativ leicht beheben und sollte niemand vom traumdeuten abhalten. Der Betreffende muss „etwas tun“, um eine freundschaftliche Beziehung zu seinem Traumleben aufzubauen.
Beherzigen Sie folgende, von den Ursachen ausgehende Tipps, um sich besser an Träume erinnern zu können. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Traumerinnerung damit immer verbessern lässt:
Zeigen Sie aktives Interesse am Träume deuten. Lesen Sie viel darüber, gönnen Sie sich eine Traumberatung oder besuchen Sie ein Seminar. Ganz wichtig, führen Sie ein Traumtagebuch. Schreiben Sie eine Traum sofort auf, auch wenn Sie müde sind und es nur eine kurze Szene war.
„Glaube“ an die Bedeutung Ihrer nächtlichen Abenteuer lässt sich nicht erzwingen. Geben Sie dem traumdeuten einfach eine Chance, indem Sie aktives Interesse zeigen und der Glaube wird mit Ihren Erfahrungen als Traumdeuter parallel dazu wachsen.
Bitten Sie die höhere Macht, an die Sie glauben, um eine bessere Erinnerung. Tun Sie das am besten kurz vor dem Einschlafen.
Bitten Sie speziell um einen erinnerten Traum, der Ihnen zeigt, warum Sie sich so selten an Träume erinnern können, welche Ängste es bislang verhindern. Beschäftigen Sie sich intensiv und ernsthaft mit der Antwort, egal, wie sie ausfällt.
Beginnen Sie zu meditieren. Meditation führt ganz ähnlich zu Ihrem Inneren und Ihrer Seele wie die Traumdeutung. Häufig aktiviert das Meditieren die Traumerinnerung.