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Psychosomatik – psychosomatische Krankheiten – Definition psychosomatisch

Psychosomatik, psychosomatische Medizin

Krankheit und Psyche – Verständnisgrundlagen

Körper, Seele und Geist

Psychosomatische Medizin – Zusammenspiel Psyche Körper




Psychosomatik – Krankheit als Sprachrohr der Seele

Psychosomatik und Schulmedizin – welche Krankheit ist psychosomatisch ?

Esoterische Psychosomatik für psychosomatische Erkrankungen

Psychosomatische Beschwerden, körperlich und psychisch




Psychosomatik als das, "was wirklich heilt"

Ganzheitliche Medizin

Viele Namen für Heilung




Psychosomatik und psychologische Beratung bzw. Psychotherapie






Psychosomatik, psychosomatische Beschwerden
Die Fürsorge, Aufmerksamkeit und Liebe des Heilers für seine Patienten schafft ein
besonderes Band und erhebt auf diese Weise auch eine einfache Behandlungsmethode
zur Heilkunst.

Ted Kaptchuk


Alles Physische hat zuerst als Gedanke und Gefühl existiert. Immer formt der Geist das Fleisch.
Von dieser Regel gibt es keine Ausnahme. Eure Gefühle, eure bewussten und unbewussten
Gedanken, sie alle verändern und prägen euer körperliches Erscheinungsbild. Euer Körper ist
nicht von ungefähr dünn oder dick, lang oder kurz, gesund oder krank. Diese Eigenschaften
sind geistiger Art und werden von euch auf den Körper projeziert.

Die Natur der persönlichen Realität (Seth-Buch)




 

Krankheit und Psyche – Verständnisgrundlagen


Körper, Seele und Geist

Der Mensch besteht aus Körper, Seele und Geist. Diese Dreiteilung ist recht bekannt und hat eine sehr lange Geschichte. Es gab sie schon lange vor der Entstehung der Psychosomatik und kontroversen Diskussionen um psychosomatische Erkrankungen. Weniger bekannt und eindeutig sind die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen diesen drei menschlichen Aspekten. Interessant sind solche Verbindungen in der Medizin generell, nicht nur zur Frage der Psychosomatik und der Einstufung einer Erkrankung als psychosomatisch. Genau genommen steckt sogar eine eigene Philosophie und Weltanschauung dahinter, die über psychosomatische Medizin und dem Verständnis von Krankheit und Psyche weit hinausgeht. Man könnte diese Philosophie als esoterisch bezeichnen, weniger belastet und missverständlich wäre die Charakterisierung als ganzheitlich.

Je nach persönlichem und beruflichem Hintergrund werden die Wechselwirkungen zwischen Körper, Seele bzw. Psyche und Geist von einem Schulmediziner, Naturheilkundler, Psychotherapeuten, Homöopathen, Akupunkteur, Geistheiler (spirituelle Heiler), Esoteriker oder Geistlichen durchaus unterschiedlich interpretiert. Hier scheiden sich die Geister und das, "was wirklich heilt", verliert sich in einem wüsten Gemenge aus verschiedensten Philosophien, Modellen, Ansatzpunkten und Interessenlagen, z.B. finanzieller Art. Die Antworten reichen von chemischen Wirkstoffen und Temperaturreizen über psychologischer Schatten-Integration, substanzloser Information, Chi-Energie und Schwingungsübertragung bis hin zum Ausgleich von Karma (siehe Karma und Karmahoroskop) und Gottes Gnade. Chemie, Energie, Psyche, Karma sowie göttliche Gnade spannen einen erstaunlich weiten Bogen. Psyche und Psychosomatik ist nur ein kleiner Teilbereich in diesem bunten Potpourri, aber ein unterschätzter, wie wir noch sehen werden. Alle Sichtweisen mögen eine Berechtigung haben, doch das rechte Verständnis von Krankheit und Psyche im Sinne einer ganzheitlichen Psychosomatik ist der effektivste Schlüssel von allen.

Die Frage nach Heilung von Krankheiten kennt neben der Psychosomatik also grundsätzlich viele Antworten. Sie beschäftigt schon seit jeher die klügsten Köpfe aus allen Bereichen, die mit Gesundheit und Heilung zu tun haben. Davon gibt es eben viele, nicht nur die Vertreter der Psychosomatik. Jeder von ihnen kann Argumente und Beispiele für seine Sichtweise anführen. So mancher von ihnen verneint psychosomatische Beschwerden sogar gänzlich, d.h., psychosomatisch verursachte Krankheiten gibt es nicht für ihn. Eine solche, meist rein körperorientierte Einstellung zum Phänomen Krankheit widerspricht genau dem, was ich hier als psychosomatische Störung und Heilung vorstelle. Es mag verschiedene Auffassungen geben, was psychosomatisch ist und welche Bedeutung Psychosomatik hat, sie aber gänzlich zu verneinen ist schlichtweg ignorant.

Meine eigene Antwort auf die Frage nach Krankheitsursachen liefert kein einfaches Wundermittel und ist nicht neu. Das ist auch gar nicht erforderlich, denn die Art von Psychosomatik, die ich vorstellen möchte, beruht auf einfachen, zeitlosen Gesetzmäßigkeiten. Sie ist unabhängig von den sich ständig ändernden neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht durch finanzielle Interessen korrumpiert. Kurz gesagt, meine Heilungsantwort betrachtet Beschwerden und Krankheiten als psychosomatisch und darüber hinaus ganzheitlich. Da sie die psychosomatische Störung etwas anders als die Schulmedizin interpretiert, ist sie eine nicht naturwissenschaftlich begründete psychosomatische Medizin. Als ersten Schritt zur Hinführung auf die ganzheitliche Psychosomatik möchte ich zunächst die Begriffe von Körper, Seele und Geist erklären, zumal die oben angedeuteten verschiedenen Heilungsauffassungen z.T. nur auf ebenso verschiedene Definitionen dieser Begriffe zurückzuführen sind.

Was mit dem Körper gemeint ist bedarf keiner weiteren Erklärung. Wir nehmen ihn jeden Tag vielfältig wahr und bewegen uns mit seiner Hilfe durch's Leben.
Deutlich mehr Schwierigkeiten bereitet das Verständnis dessen, was mit Seele gemeint ist und ihre Beziehung zur Psyche. Im Hinblick auf die ganzheitliche Psychosomatik ist jedoch gerade die Seele bzw. Psyche von entscheidender Bedeutung. Etwas Brainstorming zur sprachlichen Verwendung der Seele hilft ihrem Verständnis weiter. Man spricht z.B. von Seelenwanderung und alten Seelen, angenehme Erlebnisse können der Seele – nicht aber dem Körper – Flügel verleihen. In der Bibel ist zum einen von der Unsterblichkeit der Seele die Rede, zum anderen wird aber auch in der Schöpfungsgeschichte der Seelenbegriff benutzt. Dort heißt es nämlich, Gott habe den Menschen aus Erde (=Körper) geformt und ihm den Lebensodem eingehaucht, wodurch der Mensch zu einem lebendigen Seelenwesen geworden sei. Jemand, so wird gesagt, erleidet Seelenqualen oder sucht sein Seelenheil. Ein loyaler Mensch ist eine treue Seele, es gibt Zwillingsseelen und Seelenfreunde, deren Bindung nicht so stark wie bei Zwillingsseelen ist. Ist jemand eine Seele von Mensch, dann ist er ein besonders guter Mensch.

Was Psychosomatik bzw. psychosomatisch ist, wissen wir nun zwar noch nicht. Ganz ohne psychologischen, theologischen und esoterischen Hintergrund lassen sich jedoch allein aus diesen sprachlichen Beispielen relativ mühelos die Hauptmerkmale der Seele feststellen:
-Nicht-körperlich und unsterblich
-Lebensspendend
-Empfindungsfähig
-Individuell i.S.v. Charakter und subjektiver Empfindung
-Gut bzw. "höher" Sein

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass die Seele quasi die Software, ein individuelles, aber wandelbares Programm für die Hardware Körper ist. Ohne diese belebende Information könnte der Körper nicht existieren. Hier klingt die Wirkungsweise von Psychosomatik erstmals an und lässt an psychosomatische Beschwerden und Erkrankungen denken. Des Weiteren umfasst die Seele Gefühle und Emotionen und ist eng assoziert mit dem Begriff der Psyche, denn die Seele ist Träger der Psyche. Die Psyche ist als Erfahrungs- und Erlebnisspeicher das zentrale Seelenorgan, über das die Seele agiert.

Eine besondere Rolle spielt das letzte Merkmal des gut bzw. höher Seins. Jeder von uns, also jede Seele, trägt auch einen höheren Aspekt in sich, in der Esoterik oft als sog. höheres oder hohes Selbst bezeichnet. C. G. Jung nannte es schlicht das Selbst, das als spirituelles Zentrum der gesamten Psyche die Entwicklung fördert und organisiert. Im höchsten Sinne ist das Selbst der individuelle göttliche Funke in jedem von uns, dessen Vorhandensein in aller Regel nicht wahrgenommen wird. Im Traum, vgl. Traumdeutung für Näheres, kann das höhere Selbst z.B. als Lichtgestalt, Engel oder Heiliger aber auch in profaneren – jedoch immer tiefen Eindruck hinterlassenden – Formen erscheinen. Träume bzw. Traumdeutung ist ein guter Weg, um mit seinem Höheres Selbst in Kontakt zu kommen. Ein solcher Kontakt kann auch für Psychosomatik und psychosomatische Krankheiten entscheidend sein.

Und was ist nun der Geist? Der Verstand, das Geistliche im Sinne von Spiritualität oder evtl. doch das kleine Nachtgespenst?
Von letzterem mal abgesehen ist das gar nicht so einfach zu beantworten. Üblicherweise ist mit "Geist" innerhalb dieser Dreiteilung der Verstand, das Denken, Erkenntnisfähigkeit ect., also der mentale Aspekt gemeint. Der spirituelle Aspekt findet hingegen erst in einem anderen, ebenfalls recht bekannten Vierer-Modell als sog. Kausalkörper Berücksichtigung: Physischer Körper, Astral/Emotionalkörper, Mentalkörper und spiritueller Kausalkörper (Geist). In diesem Modell übernimmt er dann in etwa die Bedeutung des Höheren Selbst. In unserem Dreier-Modell hingegen ist das Höhere Selbst ein spezieller Teil der Seele und kann im Sinne der Psychosomatik ein übergeordneter Heilungsschlüssel für psychosomatische Beschwerden und Krankheiten generell sein.

Im allgemeinen Sprachgebrauch kann mit dem Geist-Begriff sowohl die geistig-mentale als auch die geistlich-spirituelle Instanz gemeint sein. Deshalb ist hier genau zu unterscheiden, was gemeint ist, denn zwischen dem Mentalen und dem Spirituellen liegen Welten. Mentale Kopflastigkeit existiert in der Medizin genug, Spiritualität und Medizin ist hingegen eine sehr seltene Kombination. Eine psychosomatische Medizin, die ihrem Verständnis von Krankheit und Psyche die Dimension der Spiritualität hinzufügt, wäre ideal. An einer Universität, der (bezüglich Medizin) vermeintlichen Krone der Schöpfung, wird Derartiges jedoch nicht gelehrt.

                 
psychosomatische  Beschwerden, psychische Ursache Die normalerweise nicht sichtbare Seele
ist bisweilen Gegenstand künstlerischer Darstellungen. Kann man sich so die
Seele eines Kindes vorstellen?
                 

Psychosomatische Medizin – Zusammenspiel Psyche Körper

Wie hängen nun diese drei, jetzt etwas verständlicheren Elemente zusammen? Nachfolgende Erklärung ist für unsere Zwecke stark vereinfacht. Sie legt jedoch die Grundlagen zum Verständnis der esoterisch-ganzheitlichen Psychosomatik und für psychosomatische Beschwerden bzw. Erkrankungen in diesem Sinne. Erwarten Sie keine Ausführungen, die in einem Lehrbuch über psychosomatische Medizin stehen könnten. Öffnen Sie Ihren Geist für etwas viel Besseres. Erkennen Sie, was Krankheit wirklich ist, nämlich stets eine psychosomatische Störung der besonderen Art.

Stellen Sie sich ein symmetrisches, gleichseitiges Dreieck vor. Dessen drei gleich lange Seiten stellen Körper, Seele und Geist dar. Dieses einfache Bild soll zweierlei verdeutlichen. Erstens, alle drei Elemente sind miteinander verbunden und zweitens, diese Verbindung ist umfassend und gleichberechtigt, denn jeder Teil ist in völlig gleicher Weise mit jedem anderen verbunden.
Genauso verhält es sich mit Körper, Seele (Psyche) und Geist, d.h., alle drei sind miteinander verknüpft, jeder Teil beeinflusst die jeweils beiden anderen und wird umgekehrt auch von diesen beeinflusst. Nachfolgende Beispiele sollen in verschiedenen Variationen diese umfassenden Wechselbeziehungen illustrieren. Sie verdeutlichen insbesondere auch, dass jede der drei Instanzen der Ausgangspunkt sein kann. Die Beispiele sind absichtlich z.T. nicht-medizinischer Art. Damit möchte ich die generelle Gültigkeit und Grundsätzlichkeit unabhängig von Medizin und Psychosomatik verdeutlichen. Behalten Sie aber den Grundgedanken der Psychosomatik im Hinterkopf.

Ausgelöst durch eine Fernsehreportage denkt (=Geist) der Kriegsveteran an ein besonders traumatisches Erlebnis zurück, bekommt Angst (=Seele) und beginnt schneller zu atmen, zu zittern und blass zu werden (=Körper).
Das zu Unrecht von seinem Vater geohrfeigte (=Körper) Kind ist tief enttäuscht und traurig (=Seele), grübelt (=Geist) sofort angestrengt nach dem Warum und denkt sich für das nächste Mal eine Verteidigungsstrategie aus (=Geist).
Der verliebte und schüchterne (=Seele) Junge bekommt bei jedem Kontakt mit seiner Angebeteten Herzklopfen und wird rot (=Körper). Angesichts dieser aus seiner Sicht recht uncoolen Reaktion denkt (=Geist) er jedes Mal, er sei nicht attraktiv, sprich cool genug für sie, was sich zur fixen Idee (=Geist) in Form eines Komplexes entwickelt.

Natürlich ist es nicht immer so offensichtlich wie in diesen Beispielen, oftmals können die jeweiligen Erscheinungen in Körper, Seele und Geist nur schwer oder gar nicht wahrgenommen werden, sogar für den Betroffenen selbst. Darüber hinaus können Form und Intensität dieser im weitesten Sinne "Symptome" bzw. Anzeichen stark variieren. Nichtsdestotrotz bilden Körper, Seele und Geist stets eine untrennbare, sich gegenseitig beeinflussende, eng verflochtene Einheit. Dies gilt generell und auch unabhängig von Psychosomatik, Medizin und psychosomatische Krankheiten.

Seltsamerweise wird diesem Umstand in der therapeutischen Strategie der Medizin kaum Rechnung getragen. Die aufgezeigten Zusammenhänge werden als theoretisch zwar durchaus möglich betrachtet, praktisch und faktisch aber meist als unwichtig oder gar nicht erst gegeben angesehen.
Die Schulmedizin z.B. macht es sich recht einfach, ignoriert diese Dreiteilung i.d.R. und "bastelt" weitgehend nur am Körper rum. Nur in wenigen Ausnahmen gilt eine Krankheit als psychosomatisch, also psychisch bzw. seelisch verursacht. Psychosomatik existiert zwar als eigenes Gebiet, spielt aber insgesamt nur eine untergeordete Rolle. Vom mentalen und spirituellen Geist-Aspekt ist selbst in den eher seltenen Fällen einer schulmedizinisch als psychosomatisch anerkannten Erkrankung nie die Rede.

Dann gibt es da zum Glück noch das weite und teilweise etwas schillernde Gebiet der Alternativmedizin. Hier wird zwar gerne von Ganzheitlichkeit und gelegentlich auch von der Bedeutung der Psyche bzw. Psychosomatik gesprochen. Eine gegenüber der Schulmedizin erweiterte Sicht von Krankheit ist deswegen aber noch nicht ganzheitlich. Die Akupunktur z.B. beeinflusst Energieströme im Körper und das ist etwas, was der Schulmedizin leider nicht in den Sinn kommt. Dennoch bleiben auch hier Seele und Geist auf der Strecke, wenngleich diese Art von Körperenergie als lebensspendender Teilaspekt der Seele angesehen werden könnte. Viele andere Gebiete der Alternativmedizin behandeln genauso einseitig wie die Schulmedizin nur den Körper. Einziger – wenngleich sehr wichtiger – Unterschied ist oftmals "nur" das schonendere und humanere, insbesondere chemiefreie Instrumentarium, wie z.B. bei der Pflanzenheilkunde. Heilpraktiker und Naturheilärzte neigen zwar stärker dazu, den Patienten als ganzen Menschen zu sehen und sind meist auch offener für den Gedanken der Psychosomatik. Leider findet dies aber kaum konkreten Niederschlag in der Behandlung und nur wenige spezialisieren sich auf psychosomatische Erkrankungen und Beschwerden. Die psychosomatische Störung findet auch dort keinen Platz an der Sonne.

Bleibt neben Schulmedizin und Naturheilkunde als dritter großer Zweig der Medizin noch die Psychotherapie. Naturgemäß umfasst sie die Seele bzw. Psyche und oft auch den Geist, wenngleich hier wie bei fast allen Therapien die Spiritualität im Normalfall außen vor bleibt. Der Körper wird konzeptionell nur gelegentlich integriert, wie z.B. in der Gestalttherapie sowie natürlich bei Spezialisten für Psychosomatik.
Mit einem nicht-schulmedizinischen bzw. nicht-schulpsychologischen, sondern vielmehr esoterisch-ganzheitlichem Verständnis von Psychosomatik ausgerüstet, ließe sich diese Lücke aber komfortabel schließen. Diese Art von Psychosomatik eignet sich für psychosomatische Beschwerden und deren ursächliche Behandlung am besten.

Die Psychotherapie ist also ebenfalls nicht ganzheitlich ausgerichtet, aber sie könnte es durchaus werden. Dadurch avanciert sie zum aussichtsreichsten Heilungskandidaten für psychosomatische Beschwerden und ganzheitliche Behandlung. Allerdings nur, wenn sie ein ganzheitliches Verständnis von Psychosomatik annimmt. Wie dies genau funktioniert, wird nachfolgend erklärt. Außerdem werde ich noch auf eine Besonderheit im Rahmen der beschriebenen gegenseitigen Wechselwirkungen eingehen, nämlich eine gewisse Hierarchie zwischen Körper, Seele und Geist. Diese Hierarchie ist ein zentrales Merkmal der hier vorgestellten ganzheitlichen Psychosomatik und deren Definition einer Krankheit als psychosomatisch.

                 
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Psychosomatik – Krankheit als Sprachrohr der Seele


Psychosomatik und Schulmedizin – welche Krankheit ist psychosomatisch ?

Es stellt sich die Frage, wann eine Krankheit psychosomatisch ist und nach wessen Definition. Die recht stark auf den Körper fokussierte Schulmedizin lässt nur sehr wenige Krankheiten als psychosomatisch, sprich psychisch verursacht, gelten. Eigentlich nur dann, wenn der Zusammenhang so offensichtlich ist, dass er sich nicht guten Gewissens und klaren Verstandes bestreiten lässt.
So z.B. bei Patienten mit einem Magengeschwür, da diese auffallend häufig über Stress klagen. Selbst dann wird die Ursache meist nur teilweise der Psyche bzw. Psychosomatik zugeschrieben. Beim Magengeschwür findet sich sehr häufig die sogenannte Heliobacter pylori-Bakterie. Kann nun dieser Erreger nachgewiesen werden, rückt die Psyche als Ursache automatisch in den Hintergrund. Selbst bei wenig überzeugendem Schädigungsverhalten dieser Bakterie. Da der Nachweis von Heliobacter oft gelingt, gilt das Magengeschwür noch nicht generell als psychosomatische Erkrankung. Psychosomatische Beschwerden und deren Diagnose unterliegen also generell erhöhten Anforderungen. Die Psyche wird als Verursacher von Krankheit in der Regel nur sekundär ins Auge gefasst.

So oder so ähnlich verhält es sich mit vielen Krankheiten, die offenbar wesentlich von der Psyche beeinflusst werden: Man zückt das gesamte diagnostische Instrumentarium und findet – welche Überraschung – immer einen konkreten Mitschuldigen oder auch nur Verdächtigen, z.B. irgendwelche Mikroorganismen, Durchblutungsstörungen, etwas seltsame Eiweiße, ein paar freie Radikale, geringfügig veränderte Zellen usw. Glücklich über jeden halbwegs tauglichen Fund verliert parallel dazu das Prinzip der Psychosomatik und psychosomatische Krankheiten an Bedeutung. Gleiches gilt für den Patienten und sein psychisches Befinden. Da kann der Patient dann oft vergeblich vom Ärger im Beruf erzählen wollen, von dem er glaubt, dass er ihm "auf den Magen schlage". Auswirkung auf die Therapie hat dieser vom Patienten selbst wahrgenommene und für Psychosomatik sprechende Umstand nur seltenst. Dieses sehr enge Verständnis einer Krankheit als psychosomatisch verhilft daher nur sehr ineffektiv zu Gesundheit und Heilung. Erfolgreiche Symptombekämpfung ja, Heilung von Krankheit nein.

Die folgenden Krankheiten gelten in der psychosomatisch orientierten Schulmedizin als im weitesten Sinne zumindest teilweise psychosomatisch bzw. verdächtig: Asthma bronchiale, Migräne, Neurodermitis, Tinnitus, Ekzeme und andere Veränderungen der Haut, Schmerzen und Schmerzsyndrome, z.B. Kopfschmerz, Rückenschmerzen, Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen; vegetative Dystonie, Magen-Darm-Krankheiten wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Magengeschwür (Ulcus ventriculi), Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni), Verstopfung (Obstipation), Durchfall (Diarrhoe), Übelkeit, Erbrechen; Allergien, kardiovaskuläre Beschwerden bzw. Herz-Kreislaufstörungen wie Herzneurose, Herzflattern, Atemlosigkeit und Bluthochdruck (Hypertonie); Muskelverspannungen (Myogelose), Schlafstörungen, Depressionen, ADS bzw. ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität) sowie last not least Essstörungen wie Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brechsucht (Bulimia nervosa, kurz Bulimie) und Esssucht (Adipositas).
Angesichts der riesigen Anzahl an existierenden Krankheiten und Beschwerden ist diese Auflistung von noch nicht mal vollständig als psychosomatisch anerkannten Erkrankungen äußerst spärlich.

                 

Esoterische Psychosomatik für psychosomatische Erkrankungen

Es gibt neben der Schulmedizin noch ein anderes, esoterisch-ganzheitlich geprägtes Verständnis von Psychosomatik. Es kann psychosomatische Erkrankungen bzw. Krankheiten generell ursächlich heilen helfen. Eigentlich ist es eine auf die Medizin übertragene Weltanschauung, die mit der Psychosomatik aus den medizinischen Lehrbüchern nicht viel gemeinsam hat. Ihre Grundgedanken zur Psychosomatik und Definition einer Krankheit als psychosomatisch beruhen auf Gesetzmäßigkeiten der Esoterik, die ganz anders als wissenschaftliche Erkenntnisse zeitlos sind.

Esoterik ist leider ein kommerziell und laienhaft stark missbrauchter und missverstandener Begriff. Doch die esoterischen Gesetzmäßigkeiten sind Lebensgesetze, die sich nicht nur auf Medizin bzw. Psychosomatik beschränken, wie z.B. das auch für die Astrologie so wichtige Analogiegesetz "Wie oben – so unten". Richtig verstandene Esoterik beschreibt, nach welchen höheren Spielregeln das Leben kollektiv und individuell verläuft. Das Nachfolgende mag sich seltsam und ungewohnt anhören, in gewisser Weise auch einfach. Es beschreibt aber aus höherer Sicht zutreffend den Hintergrund für Psychosomatik, Krankheit allgemein und psychosomatische Beschwerden.


1. Eine Krankheit zeigt über ihre Symptome auf körperlicher Ebene symbolhaft ein psychisches Problem, d.h., der Körper lebt gleichsam das Unbewusste, also das im Bewusstsein Fehlende bzw. Ungelebte, den sog. Schatten, ersatzweise im Körper.

Wenn jemand also z.B. seine Aggressionen verdrängt, sie ihm damit unbewusst sind und Teil des sogenannten psychologischen Schattens werden, kann er früher oder später eine "Aggressionskrankheit" entwickeln. In und mit dieser Erkrankung wird nun Aggression rein körperlich gelebt und zum Ausdruck gebracht.
Dies ist ein Ausdruck von Psychosomatik und es geschieht mehr oder weniger symbolhaft. So ist z.B. Rot in der Symbollehre eine aggressive Farbe. Daher käme z.B. ein ordentlicher Hautausschlag mit roten Flecken am ganzen Körper in Frage. Der Patient sieht jetzt quasi "Rot". Und das ist genau das, was er vorher über längere Zeit nicht getan und gelebt hat, nämlich mal "Rot" im bekannten Sinne zu sehen, sprich, seinen Aggressionen Ausdruck zu verleihen. Die Verdrängung der Aggression in der Psyche zeigt sich nun als psychosomatische Störung in Form des Ausschlages.

Der obige Grundgedanke beinhaltet eine eindeutige Stellungnahme zur Frage der Krankheitsverursachung: Die eigentliche Ursache jeder Krankheit ist in der Psyche bzw. Seele zu finden, d.h., jede Krankheit ist psychosomatisch. Alle Erkrankungen unterliegen also grundsätzlich dem Mechanismus der Psychosomatik und können daher zu Recht als psychosomatische Krankheiten bezeichnet werden. Der Körper ist nur der Ort der Auswirkung und reagiert auf die in der Psyche vorhandenen Verdrängungen und Konflikte.

In geringerem Umfang beansprucht diese dominante Wirkung auf den Körper auch der mentale Aspekt des Geistes, sofern es über normales Denken hinausgeht und ein Gedankenmuster darstellt, z.B. neurotische Fixierungen, skrupellos-eiserner Wille, fixe Ideen, Dogmatismus, ungünstige Gedankenformen bzw. Glaubenssätze.
Innerhalb des Themas Psychosomatik wird daher aus Vereinfachungsgründen Seele/Psyche und Geist begrifflich zu einer geistig-seelischen Einheit zusammengefasst und dem Körper gegenübergestellt. Der Körper reagiert also hierarchisch untergeordnet auf die nicht-körperliche Geist/Seele-Einheit. In diesem Sinne ist es also zu verstehen, wenn hier psychosomatische Beschwerden und deren Ursache erläutert werden.

Diese hierarchische Funktionsweise ist ein wichtiges Merkmal der ganzheitlichen Psychosomatik. Sie setzt den anfangs beschriebenen Grundsatz der gegenseitigen Wechselwirkungen nicht außer Kraft und widerspricht ihm auch nicht, sondern modifiziert ihn lediglich. Körper, Seele und Geist stehen also nach wie vor in gegenseitiger Wechselwirkung. Allerdings geschehen diese Wechselwirkungen im Hinblick auf psychosomatische Beschwerden nicht aus einem völlig gleichberechtigten Kräfteverhältnis der drei Instanzen heraus. Im Hinblick auf Psychosomatik ist die Geist/Seele-Einheit vielmehr der Chef und der Körper der Angestellte. Zwar können auch Angestellte ihre Chefs beeinflussen, Ärger machen, zum Handeln zwingen usw. So können z.B. chronische Schmerzen (Körper) durchaus zu einer Depression (Geist/Seele) führen, d.h., der Körper macht die Seele krank. Der Hauptwirkungsstrom jedoch geht von der nicht-körperlichen Geist/Seele-Einheit zum Körper und nicht umgekehrt.

Weggehend vom Thema Psychosomatik und psychosomatische Erkrankungen gilt diese hierarchische Funktionsweise genau genommen für das gesamte Leben. Das sicher nicht auf Psychosomatik bezogene Evangelium nach Johannes beschreibt den Beginn der Schöpfung folgendermaßen: Im Anfang war das Wort... alles ist durch das Wort geworden... in ihm war das Leben...
Vermutlich wäre statt "Wort" "Schwingung" die bessere Übersetzung gewesen, doch in jedem Fall beginnt es mit etwas Nicht-Materiellem. Keinerlei Erwähnung der Erde oder des Menschen, die erste Ursache ist nicht-materieller bzw. nicht-körperlicher Art. Sterne, Menschen, Tiere kommen allesamt erst später und bleiben bei Johannes unerwähnt. Für den Anfang aller Anfänge sind sie noch bedeutungslos.

Das tägliche Leben selbst illustriert dieses Schöpfungs- bzw. Erschaffungsprinzip nicht weniger deutlich, denn wir alle sind Erschaffer unseres eigenen Lebens, jeden Tag. Überlegen Sie mal, wie z.B. ein Haus gebaut wird. Zuerst ist da der Wunsch, die Motivation, der Wille und der Plan, ein Haus zu bauen. Erst dann und nur deswegen wird in späteren Schritten Stein auf Stein gelegt und das konkrete, materielle, sicht- und greifbare Haus entsteht. Dieses Prinzip lässt sich auch auf Medizin übertragen (Haus = Körper) und wird dann Psychosomatik genannt. Abstrakt betrachtet werden Krankheiten über das Prinzip der Psychosomatik ähnlich geschaffen bzw. "gebaut" wie Häuser.
Es gibt viele Bücher, die sich mit dem Thema der bewussten Realitätserschaffung durch Gedanken und Gefühle beschäftigen, wie z.B die Seth-Bücher. Weniger empfehlenswert, aber bekannter des Weiteren fast alle Bücher über das sogenannte positive Denken.

Abschließend möchte ich noch einmal auf die oben aufgestellte Behauptung eingehen, alle Krankheiten seien psychisch verursacht, also psychosomatisch. Kann Psychosomatik wirklich eine so universale Rolle spielen, dass alles eine psychosomatische Störung darstellt? Es muss doch auch nicht-psychosomatische Beschwerden geben!? Vermutlich haben Sie zu Recht innerlich protestierend an Vererbung, Umweltgifte, eindeutig verantwortliche Krankheitserreger und Ähnliches gedacht. Es würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, ausführlich auf alle Aspekte dieses Themas einzugehen. Verkürzt lässt sich die Ursachenfrage aber recht elegant und zutreffend mit einem einfachen "sowohl als auch" beantworten.

Wenn der oben erwähnte rote Hautausschlag z.B. auf Röteln zurückzuführen ist, dann hat sich der Betreffende zweifelsohne den Röteln-Virus eingefangen. Ebenso unzweifelhaft verursacht schulmedizinisch-körperlich betrachtet dieser Virus durch seine Aktivitäten den Ausschlag. Aber eben nur schulmedizinisch-körperlich betrachtet! Ganzheitliche Medizin und Heilung in der hier vorgestellten Weise betrachtet eben zusätzlich auch Geist und Seele und die Ursache auf dieser Ebene ist z.B. die erwähnte Aggressionsverdrängung. So gesehen ist also tatsächliche jede Krankheit wesentlich eine psychosomatische Erkrankung.

Der entscheidende Vorteil dieser Art von Psychosomatik und Herangehensweise an psychosomatische Beschwerden ist folgender: Die Ursache wird gemäß der geschilderten Hierarchie bzw. dem Erschaffungsprinzip auf der höheren nicht-körperlichen Ebene gesehen und behandelt. Die Bekämpfung der körperlichen Ursachen ist letztlich nur reine Symptombehandlung, effektive Ursachenbehandlung setzt bei der Geist/Seele-Einheit an.

Genau darin liegt die eigentliche Stärke der ganzheitlichen Psychosomatik und ihre zentrale Bedeutung für psychosomatische Krankheiten. Denken Sie an das Bild vom Chef und seinem Angestellten zum Verständnis von Psychosomatik. Die Ursache für die schlechte Arbeitsleistung des Angestellten mag vordergründig und auf gleicher Ebene betrachtet z.B. mangelnde Teamarbeit jenes Angestellten sein. Einzelne Fehlleistungen lassen sich nun zwar durch bestimmte Maßnahmen und Aktionen innerhalb des bestehenden Team-Gefüges nachträglich korrigieren (entspricht der Heilung auf körperlicher Ebene). Doch die eigentliche Ursache ist der Chef, der die Teams ohne Rücksicht auf kollegiale Beziehungen zusammengestellt hat und die Aufgabenverteilung nicht gemäß den Fähigkeiten und Interessen der einzelnen Team-Mitglieder vorgenommen hat. Solange sich der Chef nicht ändert und keine neuen Teams mit anderer Aufgabenverteilung bildet, wird auch die Arbeitsleistung der Angestellten schlecht bleiben. Die schlechte Arbeitsleistung der Angestellten entspricht der schlechten Arbeitsleistung des Körpers, d.h., es liegt eine psychosomatische Erkrankung vor. Der Chef steht für die Psyche bzw. psychische Ursache.


2. Heilung im Sinne der esoterischen Psychosomatik heißt, den Schatten über die Symptome zu identifizieren, zu akzeptieren und dann Schritt für Schritt wieder ins Bewusstsein, also in die Geist/Seele-Einheit zu integrieren. Integration, d.h., den Schatten zu einem bewussten Teil von sich zu machen, die Schattenthemen sehen, fühlen und leben lernen, so dass der Patient sagen kann "das bin ich – auch".
So wird Unbewusstheit und Schatten, also Krankheit, zu Bewusstsein und Licht, also Gesundheit verwandelt. Krankheiten, die in diesem Sinne letztlich immer psychosomatische Beschwerden sind, werden geheilt. Psychosomatik wird so für wahre Heilung eingesetzt.

                 
Psychosomatische Erkrankungen, Störung Ein Sinnbild für den kranken,
im Schatten stehenden Menschen
auf der Suche nach Licht und Heilung?

Ganzheitliche Medizin bzw. Psychopsomatik
kann Heilung bringen. Wenn die Psyche
krank macht, muss sie auch wieder
gesund machen können.
                 

Diese Integration im Sinne der Psychosomatik ist nicht ganz so einfach, wie es sich vielleicht anhört. Oftmals haben sich Symptome und psychosomatische Beschwerden über Jahre einen festen Platz erobert. Der heilende Umkehrungsprozess, d.h., die kluge Nutzung der Psychosomatik zur Veränderung der ursächlichen Psyche kann dann verständlicherweise keine Sache von einigen Tagen sein.

Mit starken Medikamenten lassen sich zweifelsohne schnelle Effekte erzielen, aber eben keine echte Heilung, sondern nur Symptombekämpfung. Die letzlich immer psychosomatische Erkrankung wird ja nicht ihrem Wesen gemäß behandelt, denn im Regelfall bleibt die Psyche außen vor. Psychosomatische Beschwerden können somit fast immer ein frohes Schattendasein genießen. Folglich wird die nicht-behandelte psychische Ursache in Ausübung ihrer Chef-Position früher oder später wieder Symptome produzieren. Das können die gleichen, ähnliche oder auch ganz andere sein. Letzteres beruht darauf, dass ein bestimmtes Schattenthema verschiedene, aber nicht beliebige körperliche Gewänder bzw. Symptome annehmen kann. Die Aggressionsverdrängung unseres Beispiels könnte statt eines roten Hautauschlages daher ohne weiteres auch Zahnschmerzen produzieren. Zähne symbolisieren nämlich ebenfalls aggressive Kräfte. Die Funktionsweise der Psychosomatik ist durchaus flexibel in der Wahl der Symptome.

Eine gute psychologische Lebensberatung bzw. Psychotherapie im Sinne der vorgestellten esoterischen Psychosomatik ist eine effektive Integrationsarbeit. Eine solche Lebensberatung oder Psychotherapie kann mit pragmatischen und ideenreichen Umsetzungen psychosomatische Krankheiten gut beeinflussen. Die Erfolge treten manchmal schnell, manchmal langsamer ein. In jedem Fall ist es aber echte, dauerhafte Heilung ohne die angedeutete, äußerlich nicht erkennbare Symptomverschiebung. Oft verbessert sich mit Hilfe der esoterischen Psychosomatik nicht nur die psychosomatische Erkrankung, sondern auch die Lebensqualität in anderen Bereichen. So könnte sich die überwundene Aggressionhemmung in unserem Beispiel ohne weiteres als verstärkte Selbstbehauptung am Arbeitsplatz oder Energiegewinn im Sport auswirken.


3. Krankheit will letztlich das Bewusstsein bzw. die Geist/Seele-Einheit heilen und erzwingt dies zumindest vorübergehend mit ihren körperlichen Mitteln. Diese gute Endabsicht lässt es angebracht erscheinen, trotz der mit der Krankheit verbundenen Unannehmlichkeiten und Leiden ihr eine positive Grundhaltung im Sinne der Psychosomatik entgegen zu bringen.

Dieser Aspekt verdeutlicht noch einmal die übergeordnete, höher-geistige Bedeutung von Psychosomatik und Krankheit. Zumindest für die hier vorgestellte psychosomatische Medizin gilt dies. Ich möchte damit ganz bestimmt nicht für das aus vielen Büchern bekannte, sogenannte positive Denken Werbung machen. Wenn ein Erkrankter Schmerzen hat und leidet, dann verdient er einerseits Mitgefühl und darf andererseits seine Schmerzen nicht in schönredender, verharmlosender Weise verdrängen. Es geht einfach nur um eine positive Grundhaltung angesichts des höheren Zwecks einer Krankheit. Diese Einstellung trägt dazu bei, sich auf produktive Weise – im Bewusstsein des Psychosomatik-Mechanismus – mit der Krankheit auseinander zu setzen. Leicht ist es sicherlich dennoch nicht, gerade bei schwereren Krankheiten.

                 

Psychosomatische Beschwerden, körperlich und psychisch

Die Tatsache, dass gemäß dem oben beschriebenen Modell jede körperliche Krankheit – neben anderen – eine geistig-seelische Ursache hat, bedeutet natürlich nicht, dass im Umkehrschluss jede psychische Auffälligkeit zwingend somatisieren, sprich körperlich werden muss. Die beeinträchtigte Psyche ist eine erforderliche, aber nicht hinreichende Voraussetzung für körperliche Krankheit. Je nach individueller Veranlagung bleibt das Problem oft auf psychischer Ebene ohne in den Körper zu fallen. Psychosomatik kommt dann nicht zum Zug, psychosomatische Beschwerden mit körperlichen Symptomen bleiben aus. Stattdessen entstehen psychische Symptome wie z.B. Ängste und Verhaltensstörungen. Psychosomatische Erkrankungen mit körperlichen Symptomen sind also nicht zwingend Folge einer psychischen Störung. Andernfalls gäbe es aufgrund der Psychosomatik gar keine psychischen Erkrankungen mehr und stattdessen ausschließlich körperliche.

Selbst psychische Symptome können ausbleiben, wenn die Störung kompensiert werden kann. Eine psychische Störung in Form eines echten Minderwertigkeitskomplexes kann z.B. durch besonderen Ehrgeiz und Erfolg am Arbeitsplatz kompensiert werden. Der Betreffende hat dann weder psychosomatische Beschwerden noch rein psychische Symptome.
Egal, ob körperliche oder psychische Symptome, effektiver Ansatzpunkt ist in beiden Fällen die Geist/Seele-Einheit im Sinne der geschilderten Psychosomatik.




Trenner psychosomatische Krankheit, Psychosomatik

Wenn Sie Interesse an einer psychosomatisch orientierten Beratung (auch telefonisch) oder Psychotherapie haben, dann finden Sie hierzu bei Beratung und Psychotherapie, Angebot weitere Infos.
Ausführungen über spirituelle Psychotherapie und die Rolle der Spiritualität finden Sie auf Spiritualität & Psychotherapie, einer Unterseite meiner Website über Esoterik und Spiritualität.

                 

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-Psychosomatik als das, "was wirklich heilt",
-Psychosomatik und psychologische Beratung bzw. Psychotherapie

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