Die Psychosomatik befasst sich mit psychisch verursachten Krankheiten. Ein gegenüber der Schulmedizin erweitertes, ganzheitlicheres Verständnis von ihr liefert einen großen Schlüssel zu wahrer Heilung.
Psychosomatik ist ein medizinischer Fachbegriff. Er bezeichnet die Lehre von den psychisch verursachten körperlichen Krankheiten und Beschwerden. Wenn Sie z.B. Rückenschmerzen haben und Ihr Orthopäde findet dafür keine körperliche Erklärung, dann ist es „psychosomatisch“. Die Schulmedizin besitzt ein recht enges Verständnis von Psychsomatik. Das beginnt bei ihrer Definition von Psyche und endet mit der Auffassung, dass nur sehr wenige Krankheiten psychosomatisch bedingt sind.
Ich werde im Gegensatz dazu auf dieser und den beiden Folgeseiten ein sehr viel weiter gefasstes Bild zeichnen. Ich stelle ein grundlegendes Modell zur Entstehung von Krankheiten und deren Heilung vor. Dabei geht es mir vor allem um das, was das Motto der gesamten Website sein könnte: ganzheitliche Medizin und Heilung. Die Psyche spielt hier eine entscheidende Rolle.
Das Heilungsmodell, sprich ganzheitliche Psychosomatik-Modell zur Entstehung von Krankheiten und deren Heilung lautet wie folgt:
1. Ganzheitlichkeit Der Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele. Diese drei bilden eine eng verflochtene, wechselseitig wirkende Einheit. Jede der drei Instanzen beeinflusst die beiden anderen und wird umgekehrt ebenso von diesen beeinflusst.
Das Triquetra, Symbol einer eng verflochtenen, höheren Dreiheit.
Körper, Geist und Seele bilden nicht nur eine Einheit, sondern eine Dreiheit. Sie sind wechselseitig eng miteinander verbunden. Das wenig bekannte Triquetra-Symbol veranschaulicht das sehr treffend.
Ob als Symbol für christliche Dreifaltigkeit oder spirituelles Symbol bei Kelten und Germanen: Das Triquetra verknüpft stets drei Elemente zu einer wechselwirksamen Trinität. Genau wie Körper, Geist und Seele beim Menschen. Und „Psychosomatik“ beschreibt einen für Gesundheit essenziellen Teil dieser Wechselwirkungen, nämlich Geist und Seele wirken auf den Körper.
2. Erschaffungsprinzip In der Trinität aus Körper, Geist und Seele erfolgen die gegenseitigen Wechselwirkungen nicht gleichrangig. Geist und Seele bzw. die Psyche formt und bestimmt als hierarchischer „Boss“ den „dienend angestellen“ Körper stärker als umgekehrt. Krankheiten sind daher immer wesentlich psychosomatisch mitbedingt und „erschaffen“.
3. Heilung im Sinne der Psychosomatik Wenn die Psyche (Geist/Seele) immer ein wesentlicher Mitverursacher von Krankheit ist, dann ist sie auch der zentrale Schlüssel zur Heilung derselben. Jede Therapie sollte diesen Umstand gebührend beachten, zumal es an der Körper/Geist-Seele-Einheit und dem Erschaffungsprinzip wenig zu rütteln gibt. Die Realität sieht anders aus: ganzheitliche, psychosomatische Medizin ist selten. Und daher ist auch wahre Heilung selten.
Klicken Sie auf Therapie und Beratungen, um in einer Beratung die seelische Ursache Ihrer Krankheit zu erfahren; persönlich, online oder telefonisch.
Ein Blick auf die gesamte Medizin zeigt uns, dass nicht nur die Schulmedizin zu wenig psychosomatisch arbeitet. Echte Heilung und Ganzheitlichkeit braucht immer die kluge Kombination von mehreren Heil- und Therapieverfahren.
Die Schulmedizin in Europa hält nur wenige Krankheiten für psychosomatisch, also primär geistig-seelisch bedingt. Eigentlich nur die, bei denen die Psyche so offenkundig dahinter steckt, dass kein Mediziner den Zusammenhang bestreiten kann.
Als weithin anerkannte, typisch psychosomatische Beschwerden und Symptome gelten Herzrhythmusstörungen wie z.B. Herzrasen, Angina pectoris (Herzenge, Brustenge), Asthma bronchiale, Neurodermitis, Tinnitus, Muskelverspannungen, Fibromyalgie, Schwindel, Bluthochdruck (Hypertonie), Magengeschwür, Darmgeschwür, Reizdarm, Essstörungen wie Ess-Brech-Sucht (Bulimie), Magersucht (Anorexie) und Fettleibigkeit (Adipositas, „Fettsucht“); Rückenschmerzen, Kopfschmerzen wie z.B. Migräne, Schmerzen generell.
Die maßgeblichen individuellen Ursachen können allgemeine Quellen wie Youtube-Videos, KI oder Bücher, z.B. „Krankheit als Weg“, natürlich nicht berücksichtigen. Das ist ein dort ein unvermeidliches Manko. Man liest sich das interessiert durch und merkt, dass es thematisch schon irgendwie stimmt. Die wichtigen Punkte kann es aber nie treffen, weil kein Buch die eigene Persönlichkeit, aktuelle Lebensumstände und Hintergründe kennt. Ein z.B. Knochenbruch am Fuß mag den nötigen „Bruch“ mit dem Gehen des bisherigen Lebensweges bedeuten, aber was genau soll sich warum und wie ändern?
Heilt Schulmedizin und achtet die Psyche?
Die Schulmedizin spielt ihre Stärken vor allem in der Diagnose aus. Ganzheitliche Heilung im Sinne unseres Heilungsmodelles gelingt wegen ihrer Körperfixierung und engen Auffassung von Psychosomatik jedoch nicht.
Selbst bei den als psychosomatisch anerkannten Erkrankungen und Beschwerden bleibt die Schulmedizin zurückhaltend. Sie geht in aller Regel nur von einer psychischen Teilursache aus. Nach ihrem Verständnis von Psychosomatik kann die Psyche als Teilursache im konkreten Einzelfall sogar fehlen. Schulmedizin hat „ihre Seele verloren“.
Kein Befund? Rückenschmerzen sind oft psychosomatisch…
Medizinische Hilfen ignorieren weitgehend die oben beschriebene Ganzheitlichkeit und ebenso das Erschaffungsprinzip. Eine spezialisierte, psychosomatische Klinik steht nur wenigen zur Verfügung. Viele psychosomatisch bedingte Beschwerden bleiben beim Arzt daher oft unerkannt.
Nur wenige Ärzte sind spezialisierte Psychosomatiker, sie bilden in der Schulmedizin eine sehr kleine Fraktion. Patienten bezeichnen sich übrigens häufig ebenfalls als Psychosomatiker. Der Begriff kann also beide, Therapeuten und Patienten, meinen.
Wesentlich großzügiger spricht die Medizin hingegen von Heilung. Dank der wirklich beeindruckenden Diagnosetechnik findet sie fast immer eine eindeutige, körperliche Krankheitsursache. Lässt sich diese nachweislich therapieren und beheben, ist der Patient geheilt. Das ist Heilung. Der Arzt findet als Ursache für Kopfschmerzen ein auf das Gehirn drückenden gutartigen Tumor ohne Metastasen. Er entfernt ihn operativ und spricht von Heilung. Doch wie kann Heilung vorliegen, wenn die immer auch bestehende psychische Ursache weder entdeckt noch behandelt wurde?
Und was ist mit der oft unerkannten Symptomverschiebung? Nach der Tumoroperation erzeugt die noch bestehende psychische Ursache, z.B. ein Geburtstrauma, anstelle des Gehirntumors mit Kopfschmerzen nun Rückenschmerzen durch Muskelverspannungen. Fachärzte sehen keinerlei Zusammenhang, doch hinter beiden Beschwerden steckt das Geburtstrauma. In beiden Fällen „drückt“ etwas. Eigentlich ist es der Schmerz bei der Geburt, als der Patient sich im zu engen Geburtskanal erdrückt vorkam, körperlich und psychisch. Kopf- und Rückenschmerzen sind daher beide psychosomatisch bedingt.
Integriert Alternativmedizin die Seele?
Die Alternativmedizin leistet in ihrer Gesamtheit einen großen Beitrag für ganzheitliche Medizin. Die einzelnen Methoden bleiben aber häufig einseitig und die Seele bzw. Psyche wird nicht aktiv integriert.
Die Alternativmedizin ist insgesamt deutlich stärker psychosomatisch orientiert als die Schulmedizin. Viele ärztliche Alternativmediziner und Heilpraktiker bekennen sich zur ganzheitlichen Medizin. So ist z.B. die von mir geschätzte Astromedizin ganzheitliche Medizin, da sie Körper, Geist und Seele in ihren individuellen Verflechtungen ganzheitlich erfasst. Ob nun Astromedizin, chinesische Medizin, Homöopathie oder anderes, ganzheitliche Medizin erhält immer mehr Nachfrage. Doch inwieweit sind all diese Heilmethoden wirklich ganzheitlich und wo bleibt die Seele?
Ganzheitliche Medizin oder nur eine Alternative?
„Ganzheitliche Medizin“ ist häufig nur ein schönes Etikett. Wenn z.B. Akupunktur oder eine Ayurveda Hot-Stone-Massage Energieströme im Körper beeinflussen, dann ergänzen solche Methoden sicherlich die Schulmedizin. Doch bestimmte Energien allein machen noch keine ganzheitliche Medizin aus.
Woran es häufig mangelt, ist eben die psychische Komponente, denn auch die Alternativmedizin integriert sie entweder gar nicht oder nur beiläufig. Und spirituelle Aspekte fehlen fast immer.
Viele Verfahren der Alternativmedizin konzentrieren sich genauso einseitig auf den Körper wie die Schulmedizin, „nur“ mit schonenderen und humaneren Mitteln. Wie z.B. die Pflanzenheilkunde, die chemische Medikamente durch pflanzliche ersetzt. Wenngleich empfehlenswert, bewirkt sie damit keine ganzheitliche Heilung im Sinne des obigen Heilungsmodelles. Wo bleiben hier Psychosomatik, Energien und Spirituelles? Wobei natürlich ein einzelnes Verfahren nie alles abdecken kann.
Psychosomatische Psychotherapie
Die bereits bestehende psychosomatische Psychotherapie, letztlich aber jede Psychotherapie-Methode könnte einen großen Beitrag für langfristige Heilung und Gesundheit leisten. Hier steckt viel ungenutztes Potential.
Neben Schul- und Alternativmedizin kennt die Medizin als dritten großen Zweig noch die Psychotherapie. Das Fachgebiet der Psychosomatik bzw. psychosomatischen Psychotherapie schließt die Lücke der in der Medizin oft vernachlässigten Psyche bzw. Seele. Im Rahmen unseres ganzheitlichen Heilungsmodelles liefern Psychotherapie-Verfahren einen wertvollen Beitrag für ganzheitliche Heilung. Psychosomatische Psychotherapie behandelt die maßgebliche Psyche und bezieht auch den Körper mit ein. Energetische und spirituelle Aspekte lassen sich ergänzen.
Gesprächstherapie und Psychosomatik, passt das?
Manche Psychotherapie-Verfahren eignen sich grundsätzlich für psychosomatische Beschwerden besser als andere. Die Gesprächstherapie nach Rogers gehört zu diesem Kreis.
Angesichts der generell großen Rolle der Psyche in unserem Heilungsmodell erscheint jedoch jede Psychotherapie-Methode nun in einem wertvolleren, neuen Licht. Schließlich ist damit jede Methode potentiell fähig, an der maßgeblichen Schraube für körperliche Symptome zu drehen.
Geistige Heilung durch Handauflegen
Zwar behandelt geistige Heilung durch Handauflegen nicht psychosomatisch. Ihr energetisches und ggf. spirituelles Heilen schließt aber wichtige Lücken im Hinblick auf Ganzheitlichkeit.
Als sehr kleines, aber effektives Spezialgebiet der Medizin bleibt als Letztes die geistige Heilung durch Handauflegen. Teilweise der Alternativmedizin zugerechnet, verdient geistiges Heilen durch ihre Besonderheit m.E. eine gesonderte Erwähnung. Wie auch die anderen Einzel-Verfahren arbeitet geistige Heilung durch Handauflegen zwar nicht wirklich ganzheitlich, da sie nicht psychologisch bzw. psychotherapeutisch behandelt. Trotz fehlender Psychosomatik hat Geistheilung im Idealfall dennoch drei Vorteile.
Eine Heilbehandlung für psychosomatische Krankheiten?
Geistige Heilung behandelt die sogenannten Chakren und damit die für Krankheit ursächlichen Energie-Störungen. Zweitens integriert sie je nach Heiler ggf. eine Dimension wahrer, ganzheitlicher Heilung, die fast alle übrigen Heil- und Therapiemethoden vergessen: Spiritualität. Und drittens lässt sie verborgene psychische Krankheitsursachen auftauchen, wenngleich ein Geistheiler sie dann nicht psychologisch behandelt.
Angesichts all der verschiedenen Therapie- und Heilmethoden, von denen jede gewisse Erfolge erzielt, stellt sich die Frage nach dem roten Faden und den Gemeinsamkeiten. Die Antwort darauf, was im Kern immer heilt, wird viele überraschen.
Langfristige wahre Gesundheit und Heilung erzielen vor allem ganzheitliche Methoden, die dem Geist und der Seele bzw. Psyche einen hohen Stellenwert einräumen. Warum das so ist, die Rolle der Psychosomatik und was alles zu „Geist und Seele“ gehört, erfahren Sie auf der Folgeseite über Körper, Geist und Seele. Vorher würde ich aber gerne noch die Bestandsaufnahme zur heutigen Medizin beenden und bewusst machen, wie viele unterschiedliche Auffassungen von Heilung und Gesundheit es gibt.
Schulmediziner, Naturheilkundler, Psychotherapeuten, Homöopathen, Anhänger der chinesischen Medizin, Geistheiler, Esoteriker und Geistliche: Jeder hat seine eigene Antwort auf das, was wirklich heilt. Die Antworten reichen von chemischen Wirkstoffen und Operationen über psychosomatische Bewusstmachung von Gefühlen, substanzloser Information, Chi-Energie und Schwingungsübertragung bis hin zum Ausgleich von Karma und Gottes Gnade. Ein erstaunlich weiter Bogen und jede Antwort kann nachweislich Erfolgsbeispiele verzeichnen.
Man kann es sich nicht einfach machen und den einen oder anderen Ansatz von vorneherein als Unsinn abtun. Jesus vollbrachte sogar zahlreiche Wunderheilungen. Natürlich war Christus eine historische Ausnahme-Persönlichkeit, dessen Auferstehung nachhaltig die ganze Welt veränderte. Doch sowohl die Auferstehung Jesu Christi als auch seine Wunderheilungen sind erstaunlich glaubwürdig. Noch heute heilen manche im Namen von Jesus und ereignen sich vereinzelt Wunderheilungen.
Angesichts dieser Ausgangssituation lohnt es sich zweifellos und finde ich es höchst spannend, nach dem roten Faden, nach der Gemeinsamkeit zu suchen. Um so schließlich die Antwort zu finden, welcher Faktor letztlich stets die Heilung bewirkt. Meine persönliche Antwort darauf, die ich gefunden habe, lautet wie folgt:
Letztlich und eigentlich heilt sich immer der Patient selbst. Er ist die entscheidende Schaltstelle, die größtenteils unbewusst darüber entscheidet, ob und inwieweit all die verschiedenen Heilungsimpulse (Medikamente, Energie-Übertragung, psychologisches Bewusstmachen von Gefühlen usw.) wirken. Das erklärt, warum jede Methode heilen kann, aber keine zuverlässig immer heilt.
Das, was im Patienten selbst im Kern heilt, ist Bewusstsein und Liebe.
Der Weg zu heilendem Bewusstsein und Liebe setzt primär bei „Geist und Seele“ an: innere psychologische Heilung (Psychosomatik!), aber auch energetische und spirituelle Heilung. Eine rein körperliche Therapie setzt daher immer am falschen Ende an. Sie bewirkt – entgegen dem äußeren Schein – in der Regel keine echte Heilung. Unter Umständen gelingt es ihr zufällig aber doch, wenn der individuelle Patient, der sich eigentlich selbst heilt, durch die reine Körpertherapie heilende innere Prozesse bei sich auslöst.